Die Schweiz aus der Vogelperspektive

 

Nach meiner 1000. Segelflug/Motorsegler-Flugstunde (September/

Oktober 2014) stelle ich einige meiner Flüge ins Netz.

Viel Spass beim virtuellen Mitfliegen!

 

  "Flugsport vor fünfzig Jahren - und heute"  Sehen Sie dazu auch den Beitrag am Ende dieser Seite.

                                                                                                                                                                    

 

 

 

 Glarner Berge - die Faszination des Fliegens

 

Wie ein Adler über Fels, Eis und Schnee

 

Ueber den Wolken  - da ist die Freiheit (fast noch) grenzenlos...........

 

 

"Selfie" im Cockpit des Motorseglers "Super-Dimona":  Der weite Horizont,

eine schneebedeckte Gebirgslandschaft, die wohlig wärmende Sonne im Cockpit -

 kaum Turbulenzen  - ein fast überirdisches Gefühl.......

 

Kurz nach dem Start - Links die Stadt Bremgarten (Aargau)

 

Nochmals: Bremgarten (Aargau) - Jenseits der Flussschleife beginnt die

Kontrollzone des Flughafens Zürich - ohne ATC-Freigabe:

Einflug verboten.

 

Kurs Süd - Steigflug über dem westlichen Ufer des Zürichsee's

 

Rechts voraus der zugefrorene Sihlsee im Kanton Schwyz

 

Nochmals ein Blick auf den mit Eis bedeckten Sihlsee

 

Ueberflug des Zugerberges (mit schönen Wandermöglichkeiten). Links der

 Zuger-See mit der Halbinsel Immensee, am Ende des See's die Stadt Zug

 

Die Stadt Schwyz mit ihren beiden "Hausbergen" , dem grossen

und kleinen Mythen

 

Einflug in's Muotatal: Auf der Cockpitscheibe ein simples, aber sehr effizientes

"Fluginstrument" - der rote Wollfaden. Wenn man nicht sauber auf Kurs fliegt

 und  seitlich "schiebt" (das Flugzeug wird dann nicht exakt in der Längsachse

angeströmt), weht der Faden nach links oder rechts aus.

Der Luftwiderstand nimmt so erheblich zu.

 

 

Links, rechts, vorne, hinten - Felsen, Eis und Schnee - das gewohnte

fliegerische Umfeld in der Schweiz

 

Steigflug mit Kurs Ost über dem Muotatal. Links unten über dem Tal gibt es

einen grösseren Bergbauernhof mit der Bewirtung von Wanderern u.a. auf

einer   herrlichen Sonnenterrasse. Die sehr freundliche und tüchtige

Bergbauernfamilie bietet viele gute und schmackhafte lokale

Produkte zum Verzehr und zum Mitnehmen an.

 

Der "Seehundberg" - Mit ein wenig Fantasie: Ein Kopf, zwei Augen und

ein typischer Seehund-Schnauzbart.........

 

Gebirgsfliegen:  Sieht spektakulär aus - ist aber bei guten Wetterbedingungen

relativ problemlos. Allerdings zu beachten: Reduziertes Steigvermögen durch

geringere Motorleistung (dünnere Luft), Scher- und Fallwinde - speziell kritisch

 beim Ueberfliegen von Pässen und entlang von Bergflanken.

 

Auf Kollisionskurs? Nein - gleich geht's in die Ausweich-Linkskurve

 

Die Faszination des Fliegens im Hochgebirge

 

Schleichwege:  Linkskurve, um den Schneehügel herum ist der Weg offen Richtung

Walensee, Churfirsten und Säntisgebiet.  Wichtig: Man sollte die örtlichen

Gegebenheiten  gut kennen. GPS ist o.k. - eine solide Navigation nach

"Grossvaters-Art"  ist manchmal beruhigender...........

 

Etwas nach links am Schneehügel vorbei öffnet sich das Tal

für den Weiterflug in die Alpsteinregion

 

In der Welt der Bergsteiger - nur weniger mühsam und risikoreich

 

Das überwältigende Gebirgspanorama über dem Ende des Muotatales

 

Fotografieren aus der Luft - mit der handlichen, kleinen Digitalkamera

kein Problem mehr

 

Auf dem Weg zum Alpsteingebiet - links in der Ferne der

zugefrorene Sihlsee - diesmal im Norden

 

Tief unten - der vereiste Klöntaler-See

 

Die wildeste Gebirgslandschaft liegt hinter mir - ich nehme Kurs

auf das Säntisgebiet

 

Der winterlich unwirtliche Klöntaler-See

 

Freie Flugstrecke zwischen Felsflanken - der mächtige Säntis kommt in Sicht

(rechts am oberen Bildrand)

 

Nochmals wird's wild-gebirgig

 

Ein Blick ins Cockpit des SF 25 C Falken:  Links oben: Fahrtmesser (125 km/h),

rechts das Variometer (Steigen = 1 m/sec),  daneben Höhenmesser in Fuss

(9200 ft über Meer), links unten die Libelle  (Fluglageinstrument), daneben

 der Flüssigkeitskompass, rechts  Höhenmesser in Metern (2800 m über

Meer),  rechts oben Flugfunk für diverse einstellbare und  jeweils zwei

schnell wechselbare Frequenzen, darunter  der Transponder für die

Sekundärradar-Identifizierung durch die Flugsicherung

 

Der Walensee:  Aus rund 3000 m über Meer

 

In der Ferne am Ende des Walensee's:  Walenstadt

 

 Ueber der Churfirsten-Gebirgskette mit Kurs auf das Alpsteingebiet

 

Am Ziel:  Der mächtige Säntis im Alpsteingebiet. In der Ferne schemenhaft

der Bodensee

 

 

Mit der "Super-Dimona"  in 1 h 10 min. vom Aargau über den Gotthardpass

 nach  Locarno-Magadino.  Eine feine Pizza im Flugplatzrestaurant gleich

gegenüber - dann geht's wieder zurück.

 

Die Gotthard-Route: Aus dem nördlichen Frühling in den alpinen Winter und

anschliessend in den frühsommerlichen Süden des Tessin's

 

Der Gotthard- Tripp:  Wenn das Wetter stimmt, ein Genuss -

bei problematischem Wetter  - lebensgefährlich

 

 

Einer meiner Favoriten: Der bewährte "SF 25 C - Falke"

 

Nach dem Start mit der "Super Dimona" in Saanen: Fantastische

 Gebirgslandschaften

 

Zwischenlandung auf dem idyllischen Gebirgsflugplatz Saanen bei Gstaad

 

 

"Selfie" aus dem Cockpit des "SF 25 C - Falken"

 

 

Vorbeiflug an der Rigi - links der Zuger-See

 

 

Ueberflug des Wallfahrtsortes Einsiedeln (Innerschweiz)

Links oben, unterhalb des Waldes, das berühmte Kloster Einsiedeln

 

Blick auf die "Goldküste", das östliche Zürichsee-Ufer

 

Blick nach Süden zum oberen Zürichsee - Richtung Rapperswil

 

Der untere Zürichsee mit der Stadt Zürich

 

Bilder: D. Baumgärtner

 

Der Betrachter dieser Seite wird sich vielleicht fragen: "Was haben eine Treuhandtätigkeit und die Fliegerei gemeinsam?" Auf den ersten Blick subjektiv wenig - auf den zweiten Blick - objektiv - sehr viel mehr. 

Bei beiden so völlig unterschiedlichen Betätigungen sind einige grundsätzliche Voraussetzungen unerlässlich:

Für die Erstellung einer Buchhaltung mit Bilanz und Erfolgsrechnung und die daraus resultierende Steuererklärung ist exaktes, gewissenhaftes und sorgfältiges Arbeiten unabdingbar.  Das gleiche gilt auch für die Arbeit im Cockpit: Eine verantwortungsbewusste Flugvorbereitung, die Beachtung aller Vorschriften für die Durchführung eines Fluges, ständige Kontrolle der Instrumente und des Luftraumes sowie die Einhaltung aller notwendigen Verfahren und Regeln.  Genauigkeit, Zuverlässigkeit und Disziplin etc. sind sowohl bei der Treuhandarbeit als auch im Cockpit eines Flugzeuges unverzichtbare Voraussetzungen.

Parallel zu meiner Treuhandausbildung hatte ich Anfang der Sechzigerjahre mit dem Segelfliegen begonnen. Das eine bildete ein Gegengewicht zum anderen und hatte immer ganz wesentlich zur inneren Ausgeglichenheit und Zufriedenheit beigetragen.

Bleiben wir beim Fliegen:  Insgesamt 40 Schulflüge in Doppelsitzern im Flugzeugschlepp und Windenstart auf einem süddeutschen Militärflugplatz. Erster Alleinflug mit einem einsitzigen Segler;  nach drei weiteren Solo-Flugstunden folgten die  theoretische und praktische Prüfung für den Flugzeug-Führerschein (Segelflug) in Deutschland.

 

 

1961:  Als Flugschüler in Bayern

 

Während meiner rund zehnjährigen Tätigkeit im Raum Köln und Mitglied einer dortigen Segelfluggruppe folgte die Berechtigung für Passagierflüge und die Erfüllung der Bedingungen zum silbernen Segelflug-Leistungsabzeichen. 

Stundenlange Thermikflüge, Streckenflüge, Aussenlandungen in freiem Gelände und damit verbundene unvergessliche Flugerlebnisse.

 

 

1967: Aussenlandung nach Thermikflaute - Zwischen S-Bahn und

Siedlung ein Getreidefeld. Im Tiefflug über die Fahrleitung, Bremsklappen

ausgefahren und da sass ich schon - ohne einen Kratzer.  Die Sonnenanbeter

auf  den  Balkonen gingen fluchtartig in Deckung, kamen aber sofort zurück,

als mein Vogel weit vor den Häusern still stand und ich ausgestiegen war. 

 

1975 Umschulung auf Reisemotorsegler in der Schweiz mit dem Erwerb der entsprechenden Schweizer Fluglizenz.  Es folgten zuerst viele Flüge im Unterland und im Voralpengebiet, später dann unzählige fliegerische Exkursionen auch in hochalpine Regionen.

Heute kann ich auf über eintausend Flugstunden sowie eineinhalb tausend Starts und Landungen, ohne einen einzigen Kratzer an Mensch und Material, zurückblicken. Und des weiteren auf viele einmalige fliegerische Erlebnisse, die ich nicht mehr missen möchte.

Meine Empfehlung: Wer eine wirklich erfüllende, sinnvolle und anspruchsvolle Freizeit-Betätigung sowie ein Gegengewicht zu seinen vielleicht belastenden beruflichen Aufgaben sucht, dem sei  empfohlen, fliegen zu lernen.

Diese Sportart ist entgegen ihrem Image weit weniger kostspielig als der heute so verbreitet zelebrierte Konsumfetischismus vieler Schmalspur- oder Bonsai-Geissens...............

 

Rückblick:  Segelfliegen vor fünfzig Jahren auf dem

 Flughafen Köln-Bonn

Mit dem Segelflugbetrieb auf einem Verkehrsflughafen wurde von uns meist jugendlichen

Flugschülern und Piloten bereits ein hohes Verantwortungsbewusstsein und absolute

Disziplin verlangt. Jeder Fehler oder jede Nachlässigkeit konnte zu einer Katastrophe führen.

Wir flogen zusammen mit den Verkehrsflugzeugen über dem Zentrum sowie in den An- und

Abflugsektoren des Airports - immer in Sprechfunkverbindung mit den Fluglotsen. Mit ständigen

Positionsmeldungen, per Primärradaridentifikation oder über Funkpeilungen fügten wir uns

nahtlos in den Flugverkehr ein - runde zehn Jahre ohne einen Zwischenfall. Für dieses  Ergebnis

erhielt unsere Fluggruppe den Flugsicherheitspreis der Bundesrepublik Deutschland.

 

 

1967: Landung nach mehrstündigem Thermikflug

mit K 8 b auf dem Flughafen Köln-Bonn

 

 

Heute wohl undenkbar: Segelflugbetrieb mitten zwischen Passagierjets.

Ich warte auf die Freigabe des Fluglotsen für den Windenstart direkt

neben der Startbahn, auf der eine Boeing 737 der Lufthansa

donnernd Fahrt aufnimmt. 

 

 

Start eines Flugschülers mit Lehrer im Windenschlepp (Flughafen

Köln-Bonn)

 

 

Mein Fliegerkamerad bewundert eine Boeing 707 der

Lufthansa, die nach New York startet.

 

 

 Diese Boeing 707 hat ihre Abhebegeschwindigkeit erreicht

und rotiert in den Steigflug

 

 

Abendstimmung auf dem Flughafen Köln-Bonn. Eine Hawker Siddeley

"Tristar" der britischen BEA setzt zur Landung an.

 

 

 

 

Landeanflug mit dem Doppelsitzer auf den Flughafen

Köln-Bonn.  Da wir oft parallel zu den Jets mit 100 m

seitlichem Abstand landeten, mussten wir stets darauf

achten, nicht in die gefährlichen Randwirbel der Jets

zu geraten.

 

 

Das "Kraftei" der Lufthansa:  Boeing 737 Sekunden vor dem Aufsetzen

 

 

Sud Aviation "Caravelle" der deutschen LTU beim Start nach

Tunesien.  Eine Woche später konnte ich die Szenerie zur gleichen

Zeit im gleichen Flieger von innen betrachten. Beim Flug in die

Badeferien nach Tunesien.

 

 

Eine damals noch Unbekannte auf unserem Köln-Bonner Flughafen:

DC 6 der Schweizer BALAIR

 

 

Mit den Jets auf "Tuchfühlung". Eine Boeing 727 der

Lufthansa im Startlauf.

 

 

 

 

Immer hautnah am Geschehen. Ueber der Betonstartbahn bildeten

sich Thermikblasen, die sich beim Start der Jets ablösten und

als Aufwindschläuche aufstiegen. Wenn wir nach dem Windenschlepp

 in 400 - 500 m über Grund längs der Piste den Airlinern

hinterher flogen, konnten wir oft in den Ablösungen den

Anschluss an die Wolkenthermik finden.

 

 

 

Damals, Mitte der Sechzigerjahre, war die Freiheit noch wirklich

fast grenzenlos. Wir Segelflieger hatten nahezu unbeschränkten

Zugang zum Flughafen, spazierten durch die Hangars der

Regierungsflugzeuge, besuchten am Wochenende bei schlechtem

Wetter ohne jegliche Kontrolle unsere Fluglotsen-Kollegen auf

dem Tower, um An- und Abflüge zu beobachten und setzten uns

auf Einladung von Flugbegleiterinnen nach der Landung und

Reinigung der Linienjets in die Flugzeuge, um restliche Köstlichkeiten

 zu verspeisen, die nicht durch den Zoll durften und  sonst trotz

bester Frische und Qualität im Abfall gelandet wären.

 

 

 

Flugsport heute:  Vor dem Alpenrundflug mit Fluggast im modernen

Reisemotorsegler "Super Dimona"

 

Der Reisemotorsegler "Super Dimona" ist fast identisch mit dem bewährten Motorflugzeug "Katana".

Die Konstruktion und Bauweise sind gleich, ebenso die Motorisierung.  Lediglich die Tragflächen

mit Winglets sind länger, Statt den Landeklappen an der Hinterkante der Flügel fahren auf der

Ober- und Unterseite Luftbremsen aus, die einen Teil des Auftriebes zerstören und schnelleres Sinken

ermöglichen. Bugrad-Fahrwerk, Constant-Speed-Verstellpropeller, GPS, Transponder, Flarm-

Antikollisionsgerät, künstlicher Horizont, Kreiselkompass, Heizung und bequeme Sitze etc. gehören

 zu diesem Flugzeug, die es zu einem beliebten, zuverlässigen, sicheren und wirtschaftlichen Fluggerät

machen, das zu fliegen enormen Spass macht.

 

D. Baumgärtner (Mitglied Aero-Club + AOPA-Schweiz)

 

 

 

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